Was sollte man bei der Erziehung eines Border Collies beachten?
Das Wesen des Border Collies
Grundsätzlich ist der Border Collie ein ausgeglichener freundlicher Hund. Wer allerdings glaubt, dass er mit dem Kauf eines kleinen flauschigen Wollknäuels sich eine Art pflegleichtes Kuscheltier ins Haus holt, hat sich getäuscht. Diese Rasse hat einen ausgeprägten Dickschädel, auf den man sich nicht einlassen sollte. Der Border Collie sucht sich mit Vorliebe seine Position im Rudel, das heißt in der Familie, selbst aus. Möchten Sie einen ausgeglichenen aufgeweckten Weggefährten dürfen Sie dies nie zulassen (gerne sehen Border Collies die Kinder der Familie als ihr Hüteobjekt an) und sollten schon die ersten Anzeichen dafür konsequent bekämpfen.
Herkunft und ursprünglicher Verwendungszweck des Border Collies
Diese Hunde stammen ursprünglich aus der "Border-Region", einem Grenzgebiet zwischen Schottland und England und wurden zur Bewachung von Schafherden eingesetzt. Sie lieben den Blickkontakt, sodass ihnen nichts entgeht; jedes Schaf, das sich aus ihrem Hütebereich entfernen will, wird wieder in die Herde zurückgebracht.
Erziehung des Border Collies
Der Border Collie ist ein bewegungsfreundlicher Hund, der immer gefordert sein will. Wenn Sie ein kreativer und flexibler Hundefreund sind, ist dieser Hund genau richtig für Sie. Denn dem Border Collie wird aufgrund seiner hohen Intelligenz schnell langweilig. Findet er eine Übung nicht mehr spannend, denkt er sich selbst Beschäftigungsmöglichkeiten aus. So müssen Sie konsequent in der Erziehung sein und nicht einmal, weil es so niedlich war, Ihrem Hausgenossen etwas durchgehen lassen. Die Befehle sollten kurz und prägnant sein. Grundkommandos wie "Sitz, Platz, Fuß und Bleib" sind für Ihren Hund schon bald eine Selbstverständlichkeit. Jeder Vierbeiner lernt umso schneller, wenn die Übung mit einer Belohnung, wie einem Leckerli oder einem Spielzeug endet. Diese Rasse begreift ausnehmend schnell und ist es gewohnt hart zu arbeiten. Ist der Hund aber nicht ausgelastet, kann aus ihm auch leicht ein verhaltensgestörter, neurotischer oder sogar agressiver Artgenosse werden. Aufgrund seiner Sensibilität und seinem Einfühlungsvermögen nimmt er Stimmungsschwankungen, falsche Erziehung und mangelnde Auslastung sehr genau wahr. So ist jedem Besitzer anzuraten, seinen Liebling durch ausreichende Beschäftigungsspiele oder spezielle Hundesportarten wie Agility zu fordern.
