Hundetrainer werden

 

Im Fernsehen sind Hunde ja immer ganz brav. Sie gehorchen sofort, zerren nicht an der Leine und bellen nur die bösen Verbrecher an. In der Realität lassen sich oft ganz andere Szenen beobachten. Wenn Herrchen oder Frauchen nach Bello ruft, hört Bello gar nicht erst, sondern stromert einfach weiter. Oder der Hund zieht so an der Leine, dass anscheinend eher der Hund mit seinem Besitzer Gassi geht. Oder der Hund läuft einfach fort. Oder, oder, oder. Und das sind eher noch die harmlosen Varianten.
 
Problematisch wird es erst richtig, wenn der Hund zum Beispiel Mitglieder der eigenen Familie anknurrt und nicht aufs Sofa lässt, oder wenn sich kein Besucher mehr in die Wohnung wagt, weil der Hund jeden anbellt und anspringt. Dies sind eindeutig Signale dafür, dass die Kommunikation zwischen Zweibeiner und Hund nicht so richtig funktioniert.
 
In solchen Fällen ist es sinnvoll einen Hundetrainer aufzusuchen. Der Hundetrainer arbeitet mit Mensch und Hund. Meistens arbeiten die Hundetrainer freiberuflich oder für Vereine. Es ist aber auch möglich eine Hundeschule zu eröffnen. Allerdings ist die Tätigkeit als Hundetrainer kein anerkannter Beruf, so dass Hundetrainer mit Hundsich jeder Hundetrainer nennen darf. Um ein guter Hundetrainer zu werden, sollte man diverse Erfahrungen mit vielen verschiedenen Hunden gesammelt haben. Da die Nachfragen nach Hundeseminaren und Hundeschulen ständig zunehmen, gibt es auch immer mehr Hundeschulen, die speziell auch Seminare für angehende Hundetrainer anbieten. Aber es gibt keine staatlichen Vorgaben und auch keine anerkannten Prüfungen.
 
Um Hundetrainer zu werden, sollte man also die verschiedensten Seminare besuchen. D.h. die eigene Ausbildung ist eine recht teure Angelegenheit, da alles selbst finanziert werden muss. Üblich ist es auch, dass die angehenden Hundetrainer Praktika bei anderen Hundetrainern machen. Bekommt man als Praktikant meistens noch einen geringen Lohn, muss man für ein Praktikum bei einem Hundetrainer auch noch Geld bezahlen. Ob man dann auch wirklich etwas lernt, ist eine andere Frage. Daher sollte man, bevor man sich für ein Praktikum entschließt, erst einmal so eine Art Schnuppertag vereinbaren, um auch wirklich einen Eindruck von der Art und der Qualität der Arbeit zu bekommen.
 
Wer als Hundetrainer arbeiten möchte, sollte auch wissen, dass es bei jedem Wetter raus in die Natur geht. Auch bei Regen oder Schnee arbeitet man mit den Hunden. Denn in Hundeschulen oder in Vereinen leiten Hundetrainer zum Beispiel auch die Hundesportkurse oder die Welpenkurse. Wer es warm und gemütlich liebt, sollte sich also lieber einen anderen Beruf aussuchen. Außerdem sollte man auch gerne mit anderen Menschen zusammenarbeiten wollen, denn letztendlich soll ja dem Hundebesitzer geholfen werden, indem er den Hund besser verstehen lernt und auch klare Anweisungen erteilt.
 
Alles in allem braucht man einen langen Atem, wenn man als Hundetrainer arbeiten möchte. Aber eine gute Ausbildung rentiert sich, denn die Hundetrainer leben meistens von Empfehlungen. Und es ist eine Tätigkeit, die viel Spaß bringt und die man sowohl hauptberuflich als auch nebenberuflich ausüben kann.
 
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Bildquelle: www.pixelio.de